Verbraucherpreise im Land Brandenburg im August 2010 gegenüber August 2009 um 1,0 Prozent gestiegen
Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex
im Land Brandenburg von Juli 2010 bis August 2010 unverändert auf einem Indexstand
von 108,1 (Basis 2005 ≙ 100) geblieben. Die Veränderung gegenüber dem
Vorjahresmonat August 2009 betrug +1,0 Prozent.
Im Vergleich zum Juli 2010 ist der Verbraucherpreisindex im August 2010 unverändert
geblieben. Kennzeichnend für die kurzfristige Preisentwicklung waren einerseits
Preisrückgänge insbesondere für Beherbergungsdienstleistungen (–1,7 Prozent; ohne
Pauschalreisen) und Nahrungsmittel (–1,0 Prozent), denen andererseits Preiserhöhungen
vor allem für alkoholfreie Getränke (+1,9 Prozent), Pauschalreisen
(+1,3 Prozent), Bekleidung (+1,1 Prozent), Heizöl und alkoholische Getränke (jeweils
+0,8 Prozent) gegenüberstanden. Auch Dienstleistungen der Kreditinstitute waren
mit +5,0 Prozent merklich teurer als im Vormonat. Die Kraftstoffpreise sind dagegen
mit –0,1 Prozent nahezu unverändert geblieben
Innerhalb der Nahrungsmittelpreise waren gegenüber dem Vormonat weiterhin gegenläufige
Preisentwicklungen zu verzeichnen. So wurde vor allem Gemüse
(–5,0 Prozent) und Obst (–4,4 Prozent) deutlich günstiger angeboten, während Fische
und Fischwaren (+0,7 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (+0,6 Prozent) sowie
Speisefette und -öle (+0,4 Prozent) teurer wurden. Bei alkoholfreien Getränken wurde
insbesondere für Fruchtsäfte aus Zitrusfrüchten (+7,0 Prozent), Kaffee (+2,9 Prozent),
Cola (+2,6 Prozent) und Mineralwasser (+1,8 Prozent) mehr verlangt.
Im Jahresvergleich sind die Verbraucherpreise insgesamt um 1,0 Prozent gestiegen.
Damit blieb die jährliche Veränderungsrate in etwa auf dem Niveau des Vormonats
(Juli 2010: +1,1 Prozent). Bestimmt wurde die jährliche Entwicklung im August 2010
vor allem durch Preiserhöhungen für Heizöl (+10,7 Prozent), Kraftstoffe (+5,8 Prozent),
Bekleidung (+4,2 Prozent), Nahrungsmittel (+2,4 Prozent) sowie Beherbergungs-
und Gaststättendienstleistungen (+2,2 Prozent). Innerhalb der Nahrungsmittel
gab es besonders merkliche Preiserhöhungen für Speisefette und -öle (+17,4 Prozent)
sowie saisonabhängige Nahrungsmittel wie Kartoffeln, frisches Obst und Gemüse,
Frischfisch (+11,2 Prozent).
Auch Finanz- und Versicherungsdienstleistungen waren mit +2,2 bzw. +1,6 Prozent
teurer als vor einem Jahr.
Pressemitteilung:
Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
| < Zurück | Weiter > |
|---|