Bayern - 78 665 Gewerbeanmeldungen im 1. Halbjahr 2010
Schwaben, Unterfranken und Oberbayern deutlich im Plus
Im 1. Halbjahr 2010 wurden von den Gewerbeämtern in Bayern insgesamt 78 665 Gewerbeanmeldungen und 57 789 Gewerbeabmeldungen mitgeteilt, und damit um je 5,2 Prozent mehr Anmeldungen bzw. weniger Abmeldungen als vor einem Jahr.
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung handelt es sich bei 82,5 Prozent der Gewerbeanmeldungen um Neugründungen (+7,7 Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2009) und bei 74,5 Prozent der Gewerbeabmeldungen um vollständige Aufgaben (-5,6 Prozent). Die mit Abstand meisten Anmeldungen und Abmeldungen wurden auch im aktuellen Berichtszeitraum für die Wirtschaftsabschnitte „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz“, „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ und „Baugewerbe“ festgestellt. Den höchsten Zuwachs gab es mit rund 75 Prozent im Bereich "Energieversorgung". – Während gegenüber dem 1. Halbjahr 2009 allein Oberfranken bei den Anmeldungen keinen Zuwachs zu verzeichnen hatte, konnten alle sieben Regierungsbezirke Bayerns bei den Abmeldungen Rückgänge verbuchen.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden von den Gewerbeämtern in Bayern im 1. Halbjahr 2010 insgesamt 78 665 Gewerbeanmeldungen und 57 789 Gewerbeabmeldungen übermittelt. Dies sind um 5,2 Prozent mehr Anmeldungen und um 5,2 Prozent weniger Abmeldungen als vor einem Jahr. Dabei ist bemerkenswert, dass zwei Drittel der Zunahme bei der Zahl der Gewerbeanmeldungen auf den Bereich "Energieversorgung" entfiel, was sich auch in einem Anstieg um rund 75 Prozent in diesem Bereich widerspiegelt.
Von den 78 665 Gewerbeanmeldungen im aktuellen Berichtszeitraum waren gut 82 Prozent Neugründungen (+7,7 Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2009), zehn Prozent Zuzüge in den Meldebezirk (-1,0 Prozent) und gut sieben Prozent Übernahmen aufgrund Rechtsform wechsel, Gesellschaftereintritt, Erbfolge, Kauf oder Pacht (-7,4 Prozent). Unter den 64 865 Neugründungen wurden 21,3 Prozent Betriebsgründungen gezählt (1. Halbjahr 2009: 22,3 Prozent), also Gewerbeanmeldungen mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung.
Nach dem Schwerpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit unterschieden, waren auch aktuell die meisten Gewerbeanmeldungen und die meisten Neugründungen dem Wirtschaftsabschnitt „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ (21,2 Prozent bzw. 20,7 Prozent), dem Sektor „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (11,8 Prozent bzw. 12,5 Prozent) oder dem „Baugewerbe“ (jeweils 11,1 Prozent) zugeordnet. Rund vier Fünftel aller Gewerbeanmeldungen betrafen Einzelunternehmen (61 122 oder 77,7 Prozent gegenüber 77,8 Prozent im 1. Halbjahr 2009), wobei 21 258 oder 34,8 Prozent dieser Einzelunternehmen von Frauen und 12 404 bzw. 20,3 Prozent von Unternehmer(inne)n mit ausländischer Staatsangehörigkeit angemeldet worden sind (35,6 Prozent bzw. 19,1 Prozent).
Die positive Entwicklung bei den Gewerbeanmeldungen insgesamt spiegelt sich in den Regionalergebnissen wider. Ein leichter Rückgang um 1,1 Prozent war allein für Oberfranken festzustellen. Die Oberpfalz und Mittelfranken konnten ihr Vorjahresergebnis gut behaupten (+0,1 Prozent bzw. +0,2 Prozent) und für die anderen vier Regierungsbezirke Bayerns waren ausnahmslos Zuwächse zu verzeichnen, und zwar zwischen +2,1 Prozent (Niederbayern) und +9,5 Prozent (Schwaben).
Pressemitteilung:
Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
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Kommentare
Obwohl immer versprochen wird, dass es endlich leichter sein muß, ein Unternehmen zu gründen, wird alles immer komplizierter.
Und wehe, man will noch Arbeitsplätze schaffen. Da steht man dann gleich in der Pflicht mind. einen Aktenordner an Papier zu füllen und wird dann noch dauerhaft von Tausend Seiten drangsaliert
Mir kommen eh nur noch 400 Euro-Kräfte in den Laden, der Rest kostet zu viel Flexibilität und macht meinem Steuerberater nur noch mahr Arbeit.
Danke Bürokratie!