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Fachbeiträge Management Liquiditätsplanung

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Liquiditätsplanung: Behalten Sie die Zahlungsströme im Auge

Die Planung der Liquidität ist für Ihr Unternehmen überlebenswichtig. Liquidität gehört neben Rentabilität und Produktivität zu den wichtigsten Schlüsselfaktoren für Ihren Erfolg. Zahlungsunfähigkeit kann dazu führen, dass Ihre Kredite gekündigt werden und Lieferanten Sie als Kunden nicht mehr akzeptieren. Gelangen Ihre Zahlungen ins Stocken, kann dies sogar zu einer Insolvenz führen.

Zahlungsmittelbewegungen in Echtzeit
Insbesondere wenn Sie Gründer sind, verfolgt Sie die Zahlungsunfähigkeit in den ersten fünf Jahren auf Schritt und Tritt. Wahrscheinlich haben Sie noch nicht die Routine, die zeitlichen Verwerfungen zwischen Ausgaben und Einnahmen im Überblick zu behalten. Daher sollten Sie detailliert planen, wann welche Zahlungen und Gutschriften erfolgen. Verlassen Sie sich nicht nur auf die Buchhaltung. Diese teilt Aufwendungen periodengerecht auf, ignoriert dabei aber den tatsächlichen Mittelfluss. Die Anschaffung einer Anlage löst z. B. buchungstechnisch Abschreibungen aus, welche den Einkaufspreis über die Zeit der Nutzung verteilen. Das sieht in den Büchern aus, als könnten Sie die Summe in mehreren Raten abzahlen. In Wirklichkeit fließt der Kaufpreis natürlich sofort und in voller Höhe an den Lieferanten.

Hier gibt es also etliche Möglichkeiten, sich zu verkalkulieren. Sie benötigen Informationen über Zahlungsmittelbewegungen in Echtzeit, denn nur dann können Sie schnell handeln. Unterschiedliche Zahlungsziele und -fristen führen dazu, dass eine Liquiditätskontrolle nur mit moderner EDV und entsprechender Software möglich ist. Das gilt umso mehr, je größer und komplexer Ihr Unternehmen ist.

Planung der Liquidität: Sechs Monate sind Pflicht
Planen Sie Ihre Liquidität mindestens für die nächsten sechs, besser zwölf Monate im Voraus. Sie arbeiten hierbei mit geschätzten Zahlungen. Sofern Ihr Unternehmen bereits eine gewisse Zeit besteht, können Sie auch Vergangenheitswerte verwenden. Bei der Finanzplanung stellen Sie monatlich die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben gegenüber. Unterm Strich steht der Überschuss, den Sie für die Finanzierung Ihres Unternehmens verwenden. Erhalten Sie rote Zahlen, liegt ein Fehlbetrag oder eine Unterdeckung vor. Das bedeutet, dass Sie in dem betreffenden Monat mehr ausgeben als einnehmen. Vorsicht ist geboten, denn solche Unterdeckungen dürfen keinesfalls zur Regel werden. Für solche Fälle sollten Sie sich unbedingt eine Liquiditätsreserve anlegen. Diese muss mindestens so groß sein, dass Sie den Geschäftsbetrieb drei Monate aufrechterhalten können.


Information zum Autor:

Dipl.-Oec. Dietmar Fuleda
Unternehmensberatung Fuleda KG
Hohefeldstraße 3
34132 Kassel

Tel.: 0049-561-9706441
Fax: 0049-561-9706442
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www.fuleda-kg.de