Daten-Archen für die Firmenwelt
Informationssicherung in Zeiten von Naturkatastrophen
Spätestens seit den global auftretenden Überschwemmungen der letzten Jahre wächst das Risikobewusstsein der Wirtschaft gegenüber Naturkatastrophen an. Der mediale Hype rund um den Klimawandel und seine Folgen tut ein weiteres, um dieses Thema auf die Agenda der Entscheider zu bringen. Allerdings zeigt der im Februar dieses Jahres erschienene UN-Report, dass dieser Hype eine valide wissenschaftliche Grundlage hat.
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"Wer jetzt noch nicht wach ist, der muß sich fragen, was denn eigentlich passieren muss, damit man den Ernst der Lage erkennt", betonte der frühere Chef des UN-Umweltprogramms und ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer anlässlich der Veröffentlichung des Reports. Natürlicherweise wird das Umdenken in der Wirtschaft zunächst dort beginnen, wo Umsatz und Naturgewalten eng miteinander verflochten sind. So demonstriert beispielsweise die Abteilung GeoRisikoForschung der Münchener Rück mit dem Sammelband "Wetterkatastrophen und Klimawandel – Sind wir noch zu retten?" eine konsequente Auseinandersetzung mit dieser Thematik.
Mit den Daten wächst die Angst
Immer offensichtlicher wird das gesteigerte Risikobewusstsein gegenüber Naturgewalten aber auch unter IT-Managern und insbesondere bei CIOs (Chief Information Officers). Das ist unter anderem das Ergebnis einer Umfrage von Hitachi Data Systems unter 840 IT-Führungskräften, die in 21 Ländern in Europa, dem Nahen Osten und Afrika durchgeführt wurde – noch vor der Verwüstung von New Orleans durch den Hurrikan Katrina. Der Studie zufolge zählen die IT-Manager physische Ausfälle und Schäden durch Naturkatastrophen wie Feuer oder Überschwemmungen mit zu den größten Bedrohungen für ihre Datenbestände.
Auf CIOs lastet die Verantwortung für den Schutz der firmeneigenen Daten, die auf Papier, Tapes und in digitaler Form sehr häufig innerhalb der Firmengebäude aufbewahrt werden. So kommt eine weitere Studie der University of Texas zu dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen, die wichtige Daten durch eine Katastrophe verlieren, innerhalb von zwei Jahren nicht mehr im Geschäft sind. Risk Management oder Business Continuity sind nicht nur Modeworte, mit denen Manager gerne um sich werfen, sondern markieren auch ein wachsendes Klima der Unsicherheit.
Die eigenen vier Wände nicht sicher genug
Und die Unsicherheit zeitigt ihre Folgen. Es entwickelt sich ein Markt von Anbietern, welche Daten und Akten ihrer Kunden sowohl in Papierform als auch digital lagern, verwalten, managen und wiederherstellen – an speziell gerüsteten und abgesicherten Standorten. Egal welche Unternehmensgröße und Branche. Das Thema Datensicherheit und Datensicherung rückt immer stärker in den Vordergrund. Ein modernes Sicherheitskonzept umfasst den gesamten Prozess des Datenschutzes – von der kontinuierlichen und lückenlosen Datensicherung über die fortlaufende Auslagerung der Daten an geschützte Standorte bis hin zur Aufbewahrung der Daten-Historie über beliebige Zeiträume hinweg. Ähnliches gilt für Informationen in Papierform. Diese werden nicht nur zunehmend extern gelagert, sondern auch verwaltet und digitalisiert, so dass der Kunde jederzeit aus der Ferne darauf zugreifen kann.
Die vormalige Angst der Unternehmen, wichtige Informationen bei externen Anbietern zu lagern, geht zunehmend zurück angesichts des Bewusstseins, dass die eigenen vier Wände nicht mehr genügend Schutz bieten. Global aufgestellte Firmen im Bereich der Banken und Versicherungen übernehmen hier eine Vorreiterposition in Sachen Outsourcing und sind doch nur die Vorboten eines weltweiten Bewusstseinswandels.
Autor: Sophie Peson, Deutschland-Chefin Iron Mountain
www.ironmountain.de
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